Urkunden aus dem Leben der Familie Zille
In der Literatur als auch Museen finden sich häufig falsche Angaben zum Leben des Berliner Grafiker Heinrich Zille, lokalpatriotisch auch Pinselheinrich genannt. Offensichtlich wurden Urkunden der Familie Zille, die sich aus dieser Zeit erhalten haben, zu wenig beachtet. Der Großteil der im folgenden gezeigten Dokumente wurde von Martina Rohde, Hobbygenealogin aus Berlin aufgefunden und im Datenbankprojekt für Ahnenforscher im Land Brandenburg bereitgestellt.
Quelle www.ancestry.de, Original im Landesarchiv Berlin: P Rep. 524 Nr. 84.
Nr. 298
Stralau, am 31. Dezember 1886
Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, der Persön-
lichkeit nach
bekannt
der Lithograph Rudolf Heinrich Zille,wohnhaft zu Rummelsburg, Schillerstr. 29,
und zeigte an, daß von der Auguste Hulda Zille, geborene
Frieske, seine Ehefrau, evangelischer Religion,
wohnhaft bei ihm, zu Rummelsburg in seiner Wohnung am dreißigsten De-
zember dieses Jahres, Nachmittags
um drei einhalb Uhr ein Kind
weiblichen Geschlechts geboren
und daß dieses Kind in der Ge-
burt verstorben sei.
Nebenstehend 20 Zeilen gestrichen.
Vorgelesen, genehmigt und
unterschrieben.
Rudolf Heinrich Zille
Der Standesbeamte.
In Vertretung
Stöcklein
